Hanery Amman - Stationen seiner Karriere

Rumpelstilz oder die Erfindung des Mundartrocks

1971

Hanery Amman bastelt in Interlaken mit seinem ehemaligen Nachbar Polo Hofer an einem neuen Projekt herum. Was Udo Lindenberg in Deutschland geschafft hat, sollte doch auch hierzulande gelingen: die Kombination von Mundart-Texten mit modernen Sounds. Hanery liefert die Musik und Polo die Texte. Oft steuert auch Hanery Ideen und Textfragmente bei. Die beiden gründen mit drei weiteren Freaks Rumpelstilz. Der Sound ist geprägt von Hanery's Piano mit den vollen, leicht arpeggierten Akkorden und den beiläufig eingestreuten Jazzigkeiten. Er spielt romantisch wie Elton John, cool wie Bill Payne und virtuos wie Chick Corea.

1973
In diesem Jahr gelingt das Wagnis berndeutsch zu singen und die erste Single Warehus-Blues erscheint in einer limitierten Auflage. Die Rückseite gehört Hanery's fetzigem Gammler.

1975
Die erste LP Vogelfuetter erscheint und Rumpelstilz treten am Jazz-Festival-Montreux auf.

1976
Hanery lässt sich beim Schreiben von Teddybär vom karibischen Reggae-Rhythmus inspirieren und wird so zum ersten Reggae-Komponisten der Schweiz. Rumpelstilz kommen mit dem Album Füüf Narre im Charre in die CH-Charts. Es wird die erste Goldene Schallplatte für Hanery. Rumpelstilz doppeln mit Kiosk, einer weiteren Reggae-Nummer nach und landen damit den grössten Erfolg ihrer Karriere. Hanery's Song D'Rosmarie und I wird als Ballade voller Seele mit dem für ihn typischen Klavier-Intro in die Geschichte eingehen.

1977
Die dritte LP Dolce Vita ensteht.

1978
Mit der vierten und letzten LP Fätze u Bitze vo Geschter u Itze wird das Ende der Band eingeläutet. Hanery lebt seine zweite Leidenschaft, das Komponieren von Filmmusik aus. Für den Kinofilm Kleine Frieren auch im Sommer schreibt er die Instrumental-Nummern Tristessa und Picnic uf dr Venus.

Auf eigenen Füssen - mit Liedern für andere

1981
Hanery erhält für Tristessa auf dem Benefiz-Sampler für die Paraplegiker-Stiftung eine weitere goldene Schallplatte. Er wird von internationalen Plattenfirmen umworben und schliesst einen Vertrag ab. Burning Fire heisst sein englisch gesungenes Solo-Debut. Der Reggae-Titel Yo Di Ho verhilft dem Album auch in Deutschland zu erstaunlichen Verkaufszahlen. Trotz des Achtungserfolges tritt Hanery auf die Bremse. Der Vertrag mit der internationalen Firma, die "Zusammenarbeit" mit einem renommierten Produzenten in einem deutschen Top-Studio stellen sich für ihn als unbefriedigend heraus. Zuviel wird über seinen Kopf hinweg entschieden.

1982
Besinnung und Rückkehr zu den Wurzeln ist angesagt. Hanery konzentriert sich auf Live-Konzerte und schmiedet Pläne, sich ein eigenes kleines Tonstudio einzurichten, um ohne Druck von aussen an neuen Songs arbeiten zu können. Von der Fachzeitschrift Music Scene erhält Hanery den Publikumspreis für den Beliebtesten Keyboarder der Schweiz "POLL"1982.

1984
Hanery schreibt den Song Kentucky-Rose, den Polo Hofer, unterdessen mit der Schmetterband unterwegs, für sein Album aufnimmt, mit dem berndeutschen Text Alperose versieht und damit seinen bis heute grössten Erfolg verbuchen kann. Ebenso findet die Amman-Komposition Lorraine den Weg auf Hofer's Album. Stephan Eicher nimmt D'Rosmarie und I in sein Live-Repertoire auf.

1985
Eine chronische Mittelohrentzündung erfordert eine Operation, die Hanery ein permanentes Rauschen auf einem Ohr (Tinnitus) hinterlässt, das seine Arbeit fortan beeinträchtigt.

1987
Hanery's Traum, ein eigenes kleines Studio einzurichten, nimmt konkrete Formen an und drei fünftel der Ur-Stilze treffen sich um eine Jubiläumssingle zu Ehren eines Interlakner In-Pubs aufzunehmen: Johnnys Club. Auf der Rückseite bringen es Hanery und Polo mit Musig wos Bringt nochmals auf den Punkt.

1989
Im Januar werden drei Konzerte der Re-Union von Rumpelstilz im goldenen Anker Interlaken auf Hanery's Initiative hin live mitgeschnitten. Im Sommer erreicht das legendäre Live-Album den zweiten Platz in den CH-Charts und wird zum Gold-Album. Im Winter folgt die erfolgreichste Rumpelstilz-Tour überhaupt durch die ganze Schweiz vor ausverkauften Häusern.

Der lange Weg zum neuen Mundart-Album

1990
Hanery formiert seine Band neu und es folgen unzählige Auftritte.

1992
Hanery steuert zu Matter-Rock, dem Hommage-Album an Mani Matter. är isch vom Amt ufbotte gsi bei.

1993
Hanery bleibt mit seiner Band ein gefragter Gast auf Schweizer Bühnen, von kleinen Clubs bis hin zu den grossen Sommerfestivals, obschon er kein aktuelles Album vorzuweisen hat. Er nützt die Gelegenheit um dem Publikum seine neuen Songs vorzustellen und direkte Reaktionen einzufangen. Für den Bosnien-Benefiz-Sampler nimmt Hanery Dok Palme Njisu Grane, eine Instrumentalversion eines bosnischen Volksliedes auf.

1995
Persönliche Schicksalsschläge zwingen Hanery dazu, ein musikalisches "Time out" einzuschalten.

1997
Hanery überwindet die Krise und zieht sich in sein Studio zurück, um sein neues Album vorzubereiten. Er komponiert, überarbeitet Songs, schreibt eigene berndeutsche Texte und beginnt etappenweise mit Aufnahmen.

1998
Hanery ist als Ausgleich zu den Studioarbeiten und um immer wieder Distanz zu gewinnen, ein gerngesehener Gastpianist auf Schweizer Bühnen.

1999
Das Album geht in die Schlussrunde. Mit Tonmeister Eric Merz, Weggefährte seit Rumpelstizzeiten, werden die Songs in kleinen Etappen übers Jahr verteilt abgemischt.

2000
Im Mai ist es soweit: das Album mit dem Titel Solitaire, auf das Experten und Fans so lange gewartet haben, erscheint. Der Kreis hat sich geschlossen. Die nächsten Kapitel von Hanery's längem Wäg können aufgeschlagen werden. Zur gleichen Zeit nimmt das Departement für Verteidigung und Bevölkerungsschutz (VBS) "Alperose" in das Schweizer Soldatenliederbuch auf. Zudem tourt Hanery gemeinsam mit Polo Hofer, Sina, Michael von der Heide, Kuno Lauener (Züri West) und Betty Legler auf der DiaX-Tour durch die Schweiz

2001
Das Jahr 2001 ist von viel Promoaktivitäten mit Radio-, Presse- und vielen TV-Auftritten für das Album "Solitaire" geprägt, u.a. auch ein Auftritt anlässlich der Prix Walo Gala von SF DRS. Noch im selben Jahr erreicht "Déjà Vu" Platz 1 der Airplaycharts. Die grösste Amman-Tournee beginnt mit Auftritten an den renommiertesten Schweizer Festivals (Gurten, Gampel, Zofingen etc.). Die Tournee dauert über zwei Jahre. Gleichzeitig wird die Band "The Alpinistos" mit Polo Hofer, Hank Shizzoe, Michel Poffet und Andi Pupato gegründet. Dies markiert den Beginn einer erfolgreichen musikalischen Zusammenarbeit unter dem Motto "Wir spielen uns unsere Lieblingssongs vor".

2002
Hanery wird zum Kulturbotschafter der EXPO 02 ernannt und spielt das Spezialprogramm für den
Kanton Bern in Biel, wie auch auf der EXPO-Bühne Neuenburg. Für den Schlussabend erhält Hanery eine "Carte Blanche", die er mit Gästen wie Mich Gerber, Andreas Vollenweider, Marco Zappa und dem Jodlerclub Brienz in einem Gesamtprogramm belegt. Dieser Abend wird zu einem Erfolg und wird zweimal am Schweizer Fernsehen ausgestrahlt. Von diesem Auftritt ist die DVD "Hanery & friends" in Vorbereitung.
Ende dieses Jahres geht auch die grosse "Solitaire"-Tournee zu Ende.

2003
Die "Alpinistos" begeistern auf zwei erfolgreichen Herbst/Winter-Tourneen und zahlreichen Sommer-Festivals. Auf "Abxang", Polo Hofers Abschiedskonzerte auf DVD, ist Hanery Gast mit Sina und Florian Ast.

2004
Der Sommer 2004 ist geprägt von einer intensiven drei-monatigen Zusammenarbeit als Tonmeister mit dem langjährigen Freund Andreas Hunziker (Keyboarder Plüsch). In gemeinsamer Arbeit entsteht die
Filmmusik von Hanery Amman zum Dokumentarfilm über die Schriften-Koriphäe Adrian Frutiger. Der Film mit dem Titel "Adrian Frutiger - Der Mann von Schwarz und Weiss" erhält Preise an Filmfestivals in Europa und wird in fünf Ländern und vier Sprachen gezeigt (Regie: Christine Kopp; Kamera: Christoph Frutiger).
Anlässlich der Einweihung des neuen Bundesplatzes in Bern tritt Hanery mit "The Alpinistos" auf. Das Konzert wird in Bild und Ton für eine DVD mitgeschnitten.

2005
Abschluss der "The Alpinistos"-Tour und Release der DVD "Live auf dem Bundesplatz".

2006
Im Oktober wird "Alperose" vom Schweizer Fernsehpublikum zum grössten Schweizer Song aller Zeiten gewählt. Bis dahin war es ein Weilchen ruhig um Hanery Amman, was nicht heisst, dass nichts gelaufen ist. Was sich so an musikalischen Ideen angesammelt hat, wird im Studio umgesetzt und man darf sich nicht nur auf ein neues Songalbum sondern auch auf ein Instrumentalalbum freuen - pianistische Instrumentalmusik war nämlich schon immer Hanery's heimliche Leidenschaft.
Bis es es soweit ist sind aber noch Konzerte in der ganzen Schweiz angesagt (siehe Tourdaten).

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